Was hilft wirklich gegen Cellulite
„Was hilft wirklich, zuverlässig gegen Cellulite?“ - „ Ganz einfach die Hose anlassen!“ Diesen Witz kennt sicher fast jede Frau, kann aber nur selten darüber herzlich lachen. Was man sonst noch tun kannn, lesen Sie in diesem Text.
Ich habe für Sie im Internet recherchiert und ein Buch gelesen, das von Medizinern geschrieben wurde. (Aktiv gegen Cellulite, Autor: Rudolf Weyergans) Besonders amüsant war meine Recherche im Internet, in diversen Schönheits-Foren. Privatpersonen stellen Fragen in den virtuellen Raum, die dann von anderen Privatpersonen und Anbietern diverser Produkte beantwortet werden. Das ist hochinteressant und sehr aufschlussreich. Wer sich dafür interessiert, gibt bei google den Suchbegriff „Was hilft gegen Cellulite“ ein und surft dann durch die Ratgeber-Foren. Ich serviere jetzt mal die Essenz, die ich da heraus gefiltert habe – Es gibt keine Cremes oder andere Balsamierungen, die deutlich und nachhaltig bei Cellulite helfen. Das gleiche bestätigen auch seriöse Webseiten mit medizinischem Hintergrund.
Aber Sie können durchaus etwas für Ihr Bindegewebe tun. Was genau ist Cellulite, oder Orangenhaut? Das typische Erscheinungsbild der welligen, delligen Haut wird von aufgeblähten Fettzellen verursacht. Cellulite ist erst mal keine Krankheit, kann aber im fortgeschrittenen Stadium zu Beinleiden wie Krampfadern oder Ödemen führen. Sie sollten also auf jeden Fall etwas dagegen tun. Die menschliche Haut besteht aus vier Schichten, und wird im Ganzen auch als Bindegewebe bezeichnet. In der tiefsten Schicht, zum Körperinneren hin, sitzt das Fettgewebe. Hier bekommen Sie auch gleich die Erklärung, warum eincremen nichts nützt, denn die Wirkstoffe der kosmetischen Cremes können gar nicht bis in diese Tiefen der Haut vordringen. Substanzen, die in tiefe Hauschichten vordringen, fallen unter das Arzneimittelgesetz und werden z.B. bei rheumatischen Erkrankungen angewendet.
Ob Sie zu Orangenhaut neigen liegt an Ihrer körperlichen Konstitution, mit der Sie geboren werden. Es gibt drei Grundtypen – den leptosomen Typ, der spargeldünn durchs Leben geht, ohne nennenswert Fett zu speichern – den athletischen Typ, mit kräftig-schlanker Statur und ausgeprägten Muskeln – den pyknischen Typ, der runde Formen zeigt und zu Übergewicht neigt. Die meisten Menschen sind Mischtypen. Ihre Konstitution haben Sie geerbt und dagegen lebenslang anzukämpfen, macht Sie zum Seelenverwandten von Don Quichote. Wenn Sie also viele Anteile des pyknischen Typs haben, sind Ihre Fettzellen von Natur aus auf speichern aus.
Das allein macht aber keine Orangenhaut, einen großen Einfluss auf die Reaktion der Fettzellen haben die Hormone im Körper. Die weiblichen Hormone Östrogen und Progesteron bewirken die Elastizität des Bindegewebes, um sich im Fall einer Schwangerschaft ausdehnen zu können. Je mehr weibliche Hormone Ihr Körper produziert, desto mehr reagiert Ihr Körper in seiner äußeren Form darauf, Sie bekommen den typisch weiblichen Körperbau, mit schmalen Schultern und breitem Hüft- und Oberschenkelbereich. Wir haben also alle diese Fettzellen, mal mehr, mal weniger. Die Anzahl lässt sich im Erwachsenenalter nicht mehr groß beeinflussen, außer durch chirurgische Eingriffe, wie z.B. Fettabsaugung. Wenn übergewichtige Menschen abnehmen, leeren sich die Fettzellen, verschwinden aber nicht.
1. Maßnahme gegen Orangenhaut:
Vermeiden Sie Übergewicht und halten Sie Ihre Fettzellen klein.
Bevorzugen Sie frische, natürliche Lebensmittel und stellen Sie sich immer vor, dass Sie sind, was Sie essen. Ein knackiger Apfel sieht doch viel ästhetischer aus als ein Kotelett, oder? Sie können noch zusätzlich Ihr Bindegewebe unterstützen, wenn Sie ausreichend Vitamin C, B1, B3, B5, Biotin, Zink, Kupfer und hochwertiges Eiweiß zu sich nehmen. Bauen Sie folgende Lebensmittel oft in Ihren Speiseplan ein: Paprika, Sanddornsaft, Zitrusfrüchte, Papaya, Erdbeeren, Weizenkeime (1 EL deckt den Tagesbedarf der B-Vitamine) und Weizenkeimöl, Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Haferflocken, Huhn, Lachs und andere Seefische, Dinkelvollkorn, Hartkäse (Emmentaler, Bergkäse und Co.), Linsen, Erbsen, Bohnen, Molke, Buttermilch. Sie können auch kurmäßig eine Nahrungsergänzung zur Unterstützung nehmen. Schauen Sie nach Produkten, die aus natürlichen Zutaten hergestellt werden und keine Süßungsmittel enthalten, also bitte keine Brausetabletten. Bierhefe ist z. B. ein natürliches Produkt, das sehr viele B-Vitamine enthält. Sie bekommen es in Tablettenform in jeder Drogerie. Hier gibt es auch Kapseln mit Vitamin C und Zink, das langsam an den Körper abgegeben wird.
2. Maßnahme gegen Orangenhaut:
Trinken, Trinken, Trinken
Trinken gehört zu den Königsdisziplinen gegen Orangenhaut, und zwar möglichst viel Wasser und Tees und wenig Kaffee. Ausreichend Flüssigkeit regt den Stoffwechsel an, vertreibt unnötigen Appetit, verdünnt das Blut und hält die Lymphe im Fluss. Mit entwässernden Tees, wie Brennessel- oder Hafertee können Sie noch mehr Wirkung erzielen. Auch äußerliche Wasseranwendungen, z.B. Kneippsche Wechselduschen, fördern die Durchblutung der Haut und den Abtransport von Schlacken.
Ein weiterer Grund für Orangenhaut ist ein schwaches Lymphsystem und ausgeleierte Beinvenen (ich sage das hier mal so salopp). Aufgabe der Lymphgefäße und der Venen im Körper ist es, Flüssigkeiten und Stoffwechselrestprodukte (Schlacken) aus den Extremitäten zurück zum Rumpf zu transportieren, um dann von Milz, Leber und Nieren entsorgt zu werden. Das Lymphsystem ist sozusagen die Müllabfuhr in Ihrem Körper. Als Antrieb für den Transport dienen die Muskeln, die Druck auf die Lymphbahnen und die Beinvenen ausüben. Mit jeder Bewegung werden das Blut und die Lymphflüssigkeit zur Körpermitte hin transportiert. Die Beine sind am weitesten vom Rumpf entfernt und die Schwerkraft wirkt zusätzlich gegen den Rücktransport. Deshalb sind die Venen in den Beinen mit Klappen ausgestattet, damit sich nicht alle Flüssigkeit in den Füßen sammelt. Aber auch die Venenklappen bleiben nur stabil, wenn das Blut gleichmäßig fließt, sonst entstehen Krampfadern.
3. Maßnahme gegen Orangenhaut:
Bewegung, damit alles im Fluss bleibt.
Wenn die Schlacken nicht abtransportiert werden, bleiben sie liegen, und zwar an den Enden der Gefäße, unter der Haut. Das erklärt, warum auch schlanke Frauen oder Männer Orangenhaut bekommen, wenn sie sich zu wenig bewegen. Es gibt ein paar ganz einfache Übungen für den täglichen Gebrauch, besonders wenn man viel sitzen muss. Wippen Sie mit den Füßen, auf die Zehenspitzen und wieder auf die Fersen. Das ist besonders effektiv im Stehen. Stehen Sie also immer mal wieder auf und gehen Sie auf die Zehenspitzen, 10 – 15 Wiederholungen. Nutzen Sie jede Gelegenheit zum laufen, steigen Sie jede Treppe hoch und runter, telefonieren Sie im Stehen, wippen Sie beim Zähne putzen, in der U-Bahn, in der Schlange im Supermarkt. Zu Hause können Sie noch mit Kniebeugen die Muskelpumpe aktivieren oder die Knie immer abwechselnd zur Brust hoch ziehen. Auch auf dem Rücken liegend Rad fahren in der Luft macht müde Beine wieder frisch. Bei der Übung arbeitet noch die Schwerkraft für Sie mit. Wenn Sie dann noch dreimal in der Woche eine Stunde Sport in Ihr Leben einbauen, tun Sie gleich mehrfach etwas gegen Orangenhaut. Sie stärken Ihre Muskeln und damit auch das ganze Bindegewebe, die vermeiden Übergewicht und Sie aktivieren Ihren ganzen Stoffwechsel, weil Sie ordentlich Sauerstoff tanken.
Geeignet ist jede Sportart, am Besten ist ein Mix aus Kraft und Ausdauer. Sie müssen sich gar nicht völlig auspowern, auch Yoga und Pilates wirken sehr gut auf Muskeln und Stoffwechsel. Im Yoga gibt es sogar Übungen, die die Entgiftung des Körpers aktiv unterstützen. Eine Einschränkung im Sport gibt es allerdings. Bei starker Cellulite bitte nicht joggen oder andere springende Bewegungen machen und für jeden Sport enganliegende, stützende Kleidung anziehen. Die Aufprallbewegung beim Joggen oder springen ist für das Bindegewebe an den Beinen kontraproduktiv. Machen Sie schnelles Powerwalking, das verbrennt auch ordentlich Kalorien. Vor zwei Jahren habe ich mal Hypoxi-Training ausprobiert, mit guter Wirkung. Dabei radeln Sie auf einem Ergometer, der sich in einer eiförmigen Unterdruckkammer befindet. Der Unterdruck erhöht die Temperatur in der Haut und fördert so den Stoffwechsel in den Beinen. Informationen dazu finden Sie unter www.hypoxi.com
Und nach dem Sport dürfen Sie dann auch eincremen oder sich eine Massage gönnen. Fragen Sie den Masseur (in) Ihres Vertrauens mal nach einer Lympdrainage. Bei dieser Streichmassage werden die Lymphe unter der Haut mobilisiert und die Schlacken so abtransportiert. Gegen Orangenhaut kann diese Technik optimal eingesetzt werden. Wenn Sie sich selbst massieren, wählen Sie ein wärmendes Öl, z.B. Arnika-Öl und massieren Sie immer nur zur Körpermitte hin. Also nicht wild und feste kreisen, sondern eher ausstreichen, Sie verletzten sonst kleine Blutgefäße und bekommen unschöne Besenreiser. Eincremen ist per se sinnvoll, denn es nährt die Haut und macht sie außen glatt und weich.
Ich kann hier nichts über die Wirkung der diversen Produkte sagen, aber ich sage Ihnen gerne, was ich aus eigener Erfahrung hilfreich finde. Ein nicht zu heißes Bad mit basischem Badesalz oder Meersalzmischungen aus der Thalasso-Therapie (beides bekommen Sie im Reformhaus) fördert den Stoffwechsel in der Haut. Meine Beine sind erst nahezu beulenfrei geworden, seit ich viel Sport mache. Das kann ich also wirklich empfehlen.
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Juli 20th, 2007 um 11:25h
Ich bin siebzehn Jahre alt und eigentlich ziemlich schlank. Seit zwei Monaten mache ich regelmäßig Gymnastik und bewege mich, wo ich nur kann. Für intensiveren Sport habe ich wegen Schule etc. keine Zeit. Trotzdem habe ich Cellulite an den Beinen und bin völlig frustriert. Meine Ernährung habe ich umgestellt, obwohl ich mich noch nie wirklich schlecht ernährt habe. Könnte vielleicht ein Kaffee-Bad helfen oder diese Massage-Roller von Garnier? Der Text hat mich über ein paar Fehler aufgelklärt, aber dennoch muss es noch eine andere Ursache geben. Aber es war der aufschlussreichste Bericht.
Juli 22nd, 2007 um 12:14h
Hallo Antonia,
wie Du schon in dem Artikel gelesen hast, ist der Zustand deines Bindegewebes leider in der Hauptsache Veranlagung. Wie schauen denn die Beine deiner Mutter aus? Und sei mal ehrlich mit dir, hast du wirklich Cellulite oder nur etwas schlaffe Haut an den Beinen? Lass dich bitte nicht von kaschierten Anzeigenbildern in Illustrierten verunsichern. Was den Sport angeht, musst du noch ein paar Monate Geduld haben. Es dauert, bis sich Muskeln aufbauen und den Stoffwechsel wirklich beeinflussen. Vergiss den Garnier-Roller oder Kaffee-Bäder und mach lieber eine Zupfmassage. Die Haut an den Beinen Stück für Stück mit zwei Fingern greifen, leicht ziehen und wieder los lassen, so als ob du dich kneifen willst. Das durchblutet gut und fördert den Abbau von Flüssigkeiten zwischen den Zellen, die oft die Dellenstruktur hervor rufen. Viel Glück!
Juli 31st, 2007 um 08:42h
ich habe ein rießengroßes problem!
ich muss bald für eine Modelagentur posen und habe richitg viel cellulites und bekomms einfach nicht weg und es ist meher sehr wichtig dort teilzunehmen weil es viel in m einem leben entscheidet! daher würd ich gerne wissen wie ich es in 1-2 wochen schaffen kann die dämlichen dellen wegzukriegen ?? bitte …ich brauhc die hilfe…und es sollte nicht so viel geld kosten!
Juli 31st, 2007 um 15:41h
Hallo Sahra,
was in Jahren gewachsen ist, kannst Du leider nicht in 2 Wochen beseitigen. Aber Du kannst Dein Hautbild mit täglicher Arbeit verbessern. Von außen: morgens und abends Wechselduschen, je 3 mal warm / kalt, mit kalt aufhören. Kreisförmige Massage mit einer Bürste oder einem Luffahandschuh, aber nicht zu fest, sonst platzen Äderchen und Du bekomst Besenreiser. Danach die Creme Nr.11 der Schüsslersalze “Silicea” einmassieren (gibts in der Apotheke für wenig Geld) Wenn Du mehr Geld übrig hast, laß bei einer Masseurin eine Bindegewebsmassage machen. Innerlich: Keine Süßigkeiten! Viel Obst und Gemüse essen und Ballaststoffe, damit Deine Verdauung klappt. Viel Wasser trinken. Und dann noch viel Glück!
August 14th, 2007 um 14:16h
Hallo,
habe eine Frage zum Thema Cellulite.
Hilft der Stepper auch gegen Cellulite und wie lange soll man am Tag trainieren?
Danke!
August 17th, 2007 um 11:32h
Hallo Tanja,
jede Bewegung hilft gegen Cellulite, weil das Bindegewebe durchblutet und die Fettverbrennung angeregt wird. Obendrein sehen Muskeln besser aus als wabbelige Haut. Beachte beim Steppen, dass der Widerstand nicht zu groß ist, also lieber leichter treten aber dafür schneller. Das ist schonender für die Gelenke und gut bringt Dir noch zusätzlich Kondition. Wenn Du täglich 15 bis 20 min. auf dem Stepper schaffst, wäre das super und du wirst schnelle Erfolge sehen. Viel Erfolg!
September 22nd, 2007 um 21:18h
HAllo,
ich mache seit 4 wochen regelmässig sport, wie aqua jogging aerobic etc. ich mache 6 mal die woche was und das ca 2h pro tag. ‘Meine frage ist, ob ich so die cellulite ganz weg bekommen kann? Ich hab nicht viel und bei bestimmten licht sieht mann sie nicht, bei künstlichen licht jedoch sieht es furchtbar aus, wenn ich die haut am po hochziehe ist alles glatt und ich hatte die hoffnung das es ganz weggehen kann… ist es möglich?
Dezember 28th, 2007 um 00:12h
Nur generell zu diesem Thema: Bei mir hilft am besten Brennessel-Tee. Ich habe sehr große Probleme mit Cellulite auch Veranlagungsbedingt und habe diese auch durch Sport nicht wirklich ganz wegbekommen. Ich trinke jetzt jeden Tag 3 Liter Tee und gehe jeden Tag 30 Minuten in die Arbeit. Das wirkt wirklich! Lg karina
Januar 3rd, 2008 um 14:52h
am besten hilft wirklich eine Kombination aus allem, d.h.
viel wasser trinken, wechselduschen, massage mit einem luffaschwamm und nach dem duschen gut eincremen. man muss dafür keine teure creme nehmen, es hilft auch normales arnika-öl, das wärmt und die durchblutung anregt! Und natürlich den Sport nicht vergessen. Nur muss man da natürlich Geduld haben, ich habe vor 2 Jahren mit Ausdauer- und Kraftsport angefangen (2-3 mal pro woche) und bei mir hat es gewirkt!! Muss aber dazu auch sagen, dass ich Grad 1 hatte, sprich man hat es nur beim kneifen gesehen! allerdings muss man den sport und alles auch beibehalten, sonst kommt die cellulite wieder und ist unter Umständen noch schlimmer!